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📊 Stand & Pflicht · Schweiz 2026

Smart Meter Schweiz 2026:
Pflicht, Rollout-Stand &
Kosten erklärt

Bis Ende 2027 müssen 80% aller Schweizer Stromzähler durch Smart Meter ersetzt sein — eine gesetzliche Pflicht nach StromVV Art. 31e. Wo wir 2026 stehen, was das bei BKW, EKZ und anderen Verteilnetzbetreibern konkret bedeutet, wer bezahlt — und warum Smart Meter die technische Voraussetzung jeder LEG-Mitgliedschaft sind.

Hagen LihlJuni 20269 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in 60 Sekunden

Auf einen Blick
  • Ein Smart Meter ist ein digitaler Stromzähler, der den Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen erfasst und die Daten verschlüsselt an deinen Verteilnetzbetreiber übermittelt. Definiert in StromVV Art. 8a.
  • Pflicht seit dem 1. Januar 2018. Bis Ende 2027 müssen mindestens 80% der Zähler in jedem Netzgebiet die Anforderungen erfüllen (StromVV Art. 31e).
  • Stand Sommer 2025 lag die Schweiz bei rund 50% nationaler Abdeckung — mit grossen regionalen Unterschieden (BFE).
  • Der Verteilnetzbetreiber zahlt die Installation (~CHF 250 pro Gerät). Du zahlst nur den laufenden Messtarif — seit Januar 2026 separat ausgewiesen auf der Stromrechnung (StromVG Art. 17a).
  • Voraussetzung für die LEG-Mitgliedschaft. Ohne 15-Minuten-Messung keine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft.
📈 Smart-Meter-Rollout in der Schweiz
Gesamtabdeckung im Vergleich zum 80%-Ziel bis Ende 2027.
~50%
Ziel: 80% bis Ende 2027
0%50%100%
Quelle: BFE-Schätzung, Sommer 2025. Nationaler Durchschnitt — die Abdeckung variiert stark zwischen Verteilnetzbetreibern (siehe Aufschlüsselung pro VNB unten).

Wo du deine Zählernummer findest

Ob du dich für eine Upgrid LEG registrierst, ein Kundenportal öffnest oder eine Rechnungsfrage klärst — du wirst nach einer von zwei Kennungen aus deinem Stromsetup gefragt: der Zählernummer (eine kurze Seriennummer, typischerweise 6–10 Ziffern) oder der Messpunkt-ID (die lange Kennung, die mit CH beginnt). Beide stehen auf jeder Schweizer Stromrechnung.

Faustregel: Upgrid braucht die Messpunkt-ID (mit CH-Präfix). Kundenportale und Rechnungsanfragen nehmen meistens die kürzere Zählernummer. Im Zweifel kopiere beide.

Drei Orte, an denen du sie findest:

1
Auf deiner aktuellen Stromrechnung. Seit dem 1. Januar 2026 müssen Schweizer Rechnungen den Messtarif als separate Position ausweisen. Die meisten VNB drucken die Zählernummer im selben Block — aber die Bezeichnung variiert. Achte auf eines davon: Zähler-Nr., Zählernummer, Meter No., Messpunkt-Nr. oder einfach Messpunkte (zum Beispiel bei IWB Basel).
2
Auf dem Zähler selbst. Suche auf der Vorderseite des Geräts unter einem Barcode oder QR-Code — beschriftet mit Serien-Nr., Zähler-Nr. oder Serial. Smart Meter zeigen die Nummer auch im Display im Wechsel an.
3
Im Kundenportal deines VNB. myEKZ, mein ewz, BKW MyAccount und ähnliche listen jeden Zähler an deinem Konto unter «Meine Verträge» oder «Anschlüsse».

So sieht der Zählerinformations-Block auf einer typischen Schweizer Stromrechnung seit 2026 aus:

[Logo Verteilnetzbetreiber]
Rechnung · Q3 2026
Stromlieferung
Kunde

Anna Müller
Beispielstrasse 12
3000 Bern

Rechnungsdetails

Nr. 2026-074-3812
Datum: 15. Okt 2026
Periode: 01.07. – 30.09.2026

Zählerinformationen / Messpunkte
Zählernummer87654321
Messpunkt-IDCH1009002000000000000000087654321 ← brauchst du für Upgrid
ZählertypSmart Meter
Installiert seit14. März 2025
PositionMengeTarifCHF
Energie — Hochtarif (HT)820 kWh11.50 Rp./kWh94.30
Energie — Niedertarif (NT)320 kWh9.00 Rp./kWh28.80
Netznutzung1'140 kWh10.80 Rp./kWh123.12
Messtarif — separat ausgewiesen seit 20263 Monate—18.60
Bundesabgaben + KEV1'140 kWh2.30 Rp./kWh26.22
MWST 8.1%——23.57
TotalCHF 314.61
Nur Illustration — keine echte Rechnung. Layout, Positionen und Tarife variieren je nach Verteilnetzbetreiber. Der Zählerinformations-Block (grün) steht bei den meisten VNB oben.
Zählernummer vs. Messpunkt-ID

Verwechsle die beiden nicht. Die Zählernummer ist die Seriennummer des physischen Geräts — sie ändert sich, wenn du einen neuen Zähler bekommst. Die Messpunkt-ID ist die permanente 33-stellige Kennung deines Anschlusses, beginnend mit CH — sie bleibt für die Lebensdauer des Gebäudes gleich und folgt dem SDAT-CH-Standard, den alle Schweizer Verteilnetzbetreiber verwenden.

Für die Upgrid LEG-Registrierung brauchen wir die Messpunkt-ID — die lange mit CH-Präfix. Sie zeigt auf deinen Anschluss unabhängig vom konkreten Zähler, sodass wir immer genau wissen, welchen Haushalt wir aufnehmen.

Was ist ein Smart Meter?

Ein Smart Meter (auf Deutsch auch intelligenter Stromzähler oder intelligentes Messsystem) ist ein digitaler Stromzähler, der deinen Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen erfasst und die Daten verschlüsselt an deinen Verteilnetzbetreiber übermittelt. Das Stromversorgungsgesetz (StromVG Art. 17abis) definiert ihn als Messeinrichtung, die bidirektionalen Datenaustausch unterstützt und den tatsächlichen Energiefluss zeitlich aufgelöst erfasst.

Der Unterschied zum alten Ferraris-Zähler: Dieser mechanische Zähler wurde manuell ein- bis zweimal pro Jahr abgelesen. Der Smart Meter überträgt die Daten automatisch — und macht Anwendungen möglich, die vorher unmöglich waren: Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), dynamische Tarife, Lastmanagement.

Was er nicht ist: kein IoT-Gerät im Konsumentensinn. Die Übertragung läuft über die Stromleitung selbst (Powerline / PLC) oder über dedizierte Schmalband-Funknetze — nicht über dein Heim-WLAN. Er beeinflusst deinen Stromverbrauch nicht und verursacht keine neuen Kosten über das gesetzlich Geregelte hinaus.

Schnelldefinition

Drei rechtliche Verankerungen definieren, was ein Smart Meter in der Schweiz ist und tut: StromVG Art. 17abis (Definition auf Gesetzesebene), StromVV Art. 8a (technische Anforderungen) und StromVV Art. 8b (METAS-Zertifizierung für Datensicherheit). Zusammen setzen sie den Mindeststandard für jedes Gerät, das in deinem Gebäude installiert wird.

Die Pflicht — wer, wann, warum

Die Schweizer Smart-Meter-Pflicht besteht seit dem 1. Januar 2018, als die revidierte StromVV in Kraft trat. Rechtliche Grundlage ist StromVV Art. 8a (technische und funktionale Anforderungen) im Zusammenspiel mit Art. 31e (Rollout-Zeitplan).

Die zentrale Pflicht liegt bei den Verteilnetzbetreibern, nicht bei dir. Nach StromVV Art. 31e muss jeder VNB sicherstellen, dass bis zum 1. Januar 2028 (Ende 2027) mindestens 80% der Messstellen in seinem Netzgebiet die neuen Anforderungen erfüllen. Die verbleibenden 20% dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende auf konventionellen Zählern bleiben.

→
Dein VNB entscheidet das Timing. Du «bestellst» keinen Smart Meter. Der Austausch erfolgt, wenn der Rollout dein Gebäude erreicht. Du wirst per Brief informiert, typischerweise einige Wochen im Voraus.
→
Ausnahmen bei neuen PV-Anlagen und Hochlastgeräten. Bei der Installation einer PV-Anlage, einer Wärmepumpe oder einer Ladestation muss der VNB beim Anschluss einen Smart Meter installieren — diese lassen sich nicht mehr klassisch messen (ElCom, photovoltaik.eu Feb 2025).
→
Du kannst nicht ablehnen. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies in seinem Urteil vom 20. Juni 2025 (A-484/2024, A-503/2024) bestätigt — Art. 8ater Abs. 2 StromVV gewährt Endkonsumenten kein Recht auf Verweigerung. Wenn du dich weigerst, kann der VNB dir die anfallenden Mehrkosten verrechnen — die ElCom hält CHF 90–120 pro Jahr an zusätzlichen Kosten für manuelles Ablesen «nicht für unüblich».

Smart Meter bei deinem Verteilnetzbetreiber — BKW, EKZ, EWZ & andere

Die Abdeckung variiert dramatisch je nach Verteilnetzbetreiber. CKW hat den Rollout im April 2024 abgeschlossen, EKS bis Ende 2025 — beide vor dem gesetzlichen Termin. EKZ in Zürich liegt bei ~83% und vor dem Zeitplan. BKW befindet sich mit deutlich grösserem Territorium im Massenrollout und peilt Ende 2028 für den Abschluss an. Unten findest du den verifizierten Stand für die VNB, nach denen unsere Leser am häufigsten fragen — wähle deinen aus dem Selector.

Wähle deinen Verteilnetzbetreiber
Springt zum aktuellen Stand des Betreibers. Die Abdeckung zeigt den Anteil bereits ersetzter Zähler.

BKW — Bern + 7 Kantone Massenrollout

BKW (BKW Energie AG) führt nach eigenen Angaben «den grössten Smart-Meter-Rollout der Schweiz» durch. Das Massenaustauschprogramm startete im August 2024 mit Installationspartner cablex AG, einer Tochtergesellschaft von Swisscom.

  • ~100'000 Smart Meter installiert bis Herbst 2025; Tempo ~500 Geräte pro Tag mit rund 70 Mitarbeitenden, davon 44 Installateure (BKW-Blog, Okt 2025).
  • Gerätetyp: Kamstrup OMNIPOWER®, Direktmessungsvariante, bei allen Niederspannungs-Haushalten.
  • Kommunikation: Powerline / Mobilfunk-Hybrid je nach Standort.
  • Benachrichtigung: proaktiv — BKW schreibt den Kundinnen und Kunden vor dem Austauschtermin.
  • Gesamtziel & Fertigstellung:400'000+ Smart Meter über das gesamte BKW-Territorium, Abschluss anvisiert für Ende 2028 — ein Jahr nach dem nationalen Termin, eigene Entscheidung der BKW aufgrund der Territoriumsgrösse.
  • Geschätzte Abdeckung:~25–30% Stand Herbst 2025 (100'000 von 400'000+), Tempo 500 Geräte/Tag.

EKZ — Kanton Zürich, ~520'000 Haushalte Vor dem Zeitplan

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gehören zu den am weitesten fortgeschrittenen Rollouts der Schweiz. Laut EKZ-Geschäftsbericht waren rund 83% der Zähler in der jüngsten Berichtsperiode bereits ersetzt (zitiert via EVP Zürich, Mai 2025).

  • Kommunikation: Powerline (PLC) primär; Viertelstunden-Lastgangdaten werden ins zentrale EKZ-IT-System geladen (EKZ Eigenstrom X Produktblatt 2026).
  • Dynamische Tarife: EKZ hat 2026 dynamische Netznutzungs- und Energietarife lanciert — ein Smart Meter ist die Voraussetzung.
  • Status-Portal: über myEKZ — du kannst prüfen, ob deine Adresse bereits migriert wurde.
  • Implikation für LEG: Im EKZ-Gebiet sind die meisten Mitglieder bereits smart-gemessen. Das Onboarding in eine Upgrid LEG geht schnell.

EWZ — Stadt Zürich + Verteilnetz Graubünden, ~300'000 Zähler Auf Kurs für 2027

EWZ (Teil der Stadtverwaltung Zürich) ersetzt alle konventionellen Zähler in zwei Netzgebieten — der Stadt Zürich und dem von EWZ betriebenen Netz im Graubünden — bis 2027. Das Tempo liegt bei rund 40'000–60'000 Zählern pro Jahr (EWZ).

  • Kommunikation: primär ewz.zürinet Glasfaser; Mobilfunk oder ADSL, wo keine Glasfaser verfügbar ist.
  • Ausschreibung 2026–2028: EWZ beschafft Smart Meter in drei Varianten (RS-485, PLC, RS-485 + Mobilfunk) — Beschaffung läuft bis 2030.
  • Kundenportal: mein ewz zeigt Privatkunden den Verbrauch des Vortages.
  • Stand: im aktiven Massenrollout, alle konventionellen Zähler in der Stadt Zürich und im EWZ-Netz Graubünden werden bis Ende 2027 ersetzt — kostenlos für die Kundschaft.

CKW — Centralschweizerische Kraftwerke, Zentralschweiz Rollout abgeschlossen

CKW hat seinen Rollout im April 2024 abgeschlossen — dreieinhalb Jahre vor dem gesetzlichen Termin 2027. 185'000 Smart Meter wurden in der Zentralschweiz ausgerollt (Luzern + Teile von OW/NW/SZ/UR/ZG), was zum damaligen Zeitpunkt den grössten Einzelabschluss eines VNB darstellte.

  • Ausrollung:185'000 Smart Meter über das gesamte Territorium.
  • Kommunikation: moderner Funk — Ablesungen erfolgen vollständig ferngesteuert, keine Vor-Ort-Termine nötig.
  • Für LEG-Mitglieder: Jede Kundin und jeder Kunde der CKW ist bereits smart-gemessen, das Onboarding über Upgrid läuft sofort und ohne Installationswartezeit.

IWB — Industrielle Werke Basel ~63%+ (zuletzt 2023 publiziert)

IWB Basel war einer der frühesten Schweizer Pioniere — der Rollout begann 2013, mehr als ein Jahrzehnt vor dem Inkrafttreten der gesetzlichen Pflicht. Lieferant ist INTEGRA Metering; cablex hat zudem Glasfaser-Fernauslesung in Teilen des Netzes umgesetzt.

  • Auf deiner IWB-Rechnung: Der Zählerblock heisst Messpunkte, nicht Zählernummer — dort steht deine Nummer.
  • Kommunikation: hybrid — Glasfaser, wo das Gebäude angeschlossen ist (über cablex realisiert), sonst Funk.
  • Abdeckung: IWB nannte zuletzt etwas über 63% der Kundinnen und Kunden mit Smart Meter — Herbst 2023 (Blick, Okt. 2023, Angabe im Rahmen der Kassensturz-VNB-Umfrage). Im Geschäftsbericht erscheint kein aktualisierter Rollout-Stand; bei rund 5'000 Zählerwechseln pro Jahr (IWB via BzBasel) dürfte die Quote seitdem gestiegen sein — Status per Rechnung, Zähler oder IWB-Servicecenter prüfen.

EKS — Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen Rollout abgeschlossen

EKS hat seinen Rollout bis Ende 2025 abgeschlossen — Landis+Gyr Smart Meter an rund 60'000 Messpunkten in Schaffhausen plus die grenzüberschreitende EKS-Lieferung nach Süddeutschland. Die Ausrollung lief in Phasen von jeweils etwa 8'000 Zählern.

  • Kommunikation: Mobilfunk.
  • Möglich gemacht 2026: EKS ist von jährlicher auf quartalsweise Abrechnung umgestiegen und hat einen optionalen flexiblen Tarif neben dem festen Einheitstarif lanciert — beides ohne Smart Meter nicht möglich.
  • Für LEG-Mitglieder: Jede Kundin und jeder Kunde der EKS ist bereits smart-gemessen, das Onboarding über Upgrid läuft sofort.
Wenn dein VNB nicht aufgeführt ist

Die Schweiz hat rund 590 Verteilnetzbetreiber. Die grössten decken den Grossteil der Haushalte ab, aber kleine Stadtwerke (EWN, EWS, EW Romanshorn, dutzende weitere) unterliegen denselben StromVV-Pflichten. Das 80%-Ziel gilt pro Netzgebiet — dein VNB muss es erfüllen, unabhängig von der Grösse. Frag direkt nach oder schau in den Geschäftsbericht.

Was kostet ein Smart Meter — und wer zahlt?

Die kurze Antwort: Die Installation ist für dich gratis. Die Kosten trägt der Verteilnetzbetreiber und legt sie über den regulierten Netznutzungstarif um — die ElCom schätzt den Smart Meter inkl. Installation auf rund CHF 250 pro Gerät, verteilt auf alle Netznutzer.

Was du bezahlst, ist der Messtarif. Seit dem 1. Januar 2026 wird diese Position auf jeder Stromrechnung separat ausgewiesen — eine Transparenzpflicht, die mit StromVG Art. 17a im Rahmen der Mantelerlass-Reform eingeführt wurde. Davor waren diese Kosten innerhalb der Netznutzungsgebühren eingebettet.

PositionWas du zahlst
Smart-Meter-Gerät + InstallationCHF 0 — getragen vom Verteilnetzbetreiber
Jährlicher Messtarif~CHF 74/Jahr im Durchschnitt (nationaler H4-Referenzhaushalt, 4'500 kWh — ≈1.65 Rp./kWh). Tatsächliche Spanne CHF 60–100/Jahr je nach VNB und Verbrauchsprofil.
Aktivierung Kundenschnittstelle (eigene Daten auslesen)Typischerweise CHF 0; einige VNB verlangen eine einmalige Einrichtungsgebühr
Wenn du den Smart Meter ablehnstCHF 90–120/Jahr Mehrkosten (ElCom-Richtwert, manuelles Ablesen)

Was der Messtarif abdeckt: Zählerablesung, Gerätewartung, Datenübertragung und -speicherung. Was er nicht abdeckt: deinen tatsächlichen Stromverbrauch — der bleibt auf den separaten Energiekosten-Positionen deiner Rechnung.

Datenschutz & Sicherheit

Smart-Meter-Daten unterliegen sowohl dem Bundesgesetz über den Datenschutz als auch dem strengeren Regime der Schweizer Stromversorgungsverordnung. Drei Schutzmechanismen sind am wichtigsten:

→
Verschlüsselte Übertragung. Smart-Meter-Komponenten müssen vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) nach StromVV Art. 8b zertifiziert sein. Die Kommunikation zwischen Zähler und VNB ist Ende-zu-Ende verschlüsselt.
→
Nur 15-Minuten-Verbrauchswerte. Keine Geräteerkennung (der Zähler kann also nicht erkennen, wann deine Spülmaschine läuft). Speicherung und Verwendung unterliegen StromVV Art. 8d Abs. 2 — Weitergabe ohne deine Zustimmung nur in pseudonymisierter oder aggregierter Form und nur für die in Art. 8 Abs. 3 aufgezählten Zwecke.
→
Dein Recht auf deine eigenen Daten. Jeder VNB muss dir deine individuellen Verbrauchsdaten unentgeltlich zur Verfügung stellen — typischerweise über ein Kundenportal. Du kannst auch eine lokale Kundenschnittstelle am Zähler aktivieren, um Live-Werte selbst auszulesen.

Smart Meter und LEG — warum eines das andere braucht

Eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) funktioniert nur mit 15-Minuten-Daten. Jeder Teilnehmer — Produzent wie Konsument — muss präzise genug gemessen werden, damit Solarstrom für jede Viertelstunde fair innerhalb der Community verteilt werden kann. Der Smart Meter ist das, was das möglich macht. Ohne Smart Meter keine LEG-Mitgliedschaft.

In der Praxis: In Regionen mit fortgeschrittenem Rollout (EKZ, Teile von EWZ und BKW; vollständig: CKW, EKS) ist dein Smart Meter wahrscheinlich bereits installiert. Der Beitritt zu einer Upgrid LEG erfolgt dann sofort. In Regionen, die noch hochfahren, hat der VNB eine gesetzliche Verpflichtung, auf Anfrage einen Smart Meter zu installieren — deine LEG-Anmeldung löst diese Anfrage aus, und Upgrid koordiniert den Termin mit dem VNB kostenlos für dich.

Praktischer Ablauf

1. Über Upgrid für die LEG registrieren (~2 Minuten). 2. Wir prüfen über den VNB-Datenaustausch, ob deine Adresse bereits einen Smart Meter hat. 3. Wenn ja, startest du in der nächsten Abrechnungsperiode. 4. Wenn nicht, stellen wir den Installationsantrag und koordinieren den Termin mit dem VNB — typischerweise innerhalb von 3 Monaten gemäss StromVV Art. 31e.

Häufige Fragen

Ein digitaler Stromzähler, der deinen Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen erfasst und die Werte verschlüsselt an deinen Verteilnetzbetreiber übermittelt. Definiert in StromVG Art. 17abis (Gesetzesebene) und StromVV Art. 8a (technische Anforderungen). Ersetzt den alten Ferraris-Zähler, der manuell ein- bis zweimal pro Jahr abgelesen wurde.
Drei schnelle Wege: (1) Schau auf deine Stromrechnung — seit Januar 2026 ist der Messtarif als separate Position nur auf smart-gemessenen Konten ausgewiesen. (2) Prüfe das Kundenportal deines VNB (z.B. myEKZ, mein ewz, BKW MyAccount) — eine «Verbrauchshistorie mit 15-Minuten-Auflösung» gibt es nur für Smart-Meter-Kunden. (3) Schau auf den Zähler selbst: Ein digitales LCD-Display (statt einer rotierenden Ferraris-Scheibe) ist ein Smart Meter.
Der Verteilnetzbetreiber. Smart Meter und Installation (ca. CHF 250 pro Gerät laut ElCom) werden vom VNB bezahlt und über den regulierten Netztarif auf alle Netznutzer umgelegt. Du zahlst nur den laufenden Messtarif, der seit dem 1. Januar 2026 auf jeder Rechnung separat ausgewiesen wird (StromVG Art. 17a).
15-Minuten-Verbrauchswerte werden verschlüsselt an deinen VNB übermittelt und pseudonymisiert gespeichert. Die Verwendung ist in StromVV Art. 8d Abs. 2 geregelt — Weitergabe an Dritte (Upgrid für LEG, andere Plattformen) nur mit deiner ausdrücklichen Zustimmung. Keine Geräteerkennung erlaubt — das System kann nicht identifizieren, welches Gerät läuft, sondern nur den aggregierten Wert am Zähler.
Das gesetzliche Ziel ist 80% der Messpunkte in jedem Netzgebiet bis zum 1. Januar 2028 (StromVV Art. 31e). Die verbleibenden 20% dürfen bis zum Ende ihrer Nutzungsdauer auf konventionellen Zählern bleiben. Der nationale Durchschnitt lag im Sommer 2025 bei rund 50% (BFE) — aber die Streuung ist enorm. Einige kleinere VNB sind bereits fertig (CKW abgeschlossen im April 2024, EKS bis Ende 2025), EKZ liegt bei ~83%, während BKW mit seinem deutlich grösseren Territorium noch hochfährt und Ende 2028 anpeilt.
Ja. Eine LEG verteilt Solarproduktion für jedes 15-Minuten-Intervall lokal an Konsumenten — das erfordert einen Smart Meter bei jedem Teilnehmer. Wenn du noch keinen hast, ist dein VNB verpflichtet, auf Anfrage einen zu installieren (typischerweise innerhalb von 3 Monaten gemäss StromVV Art. 31e). Upgrid koordiniert diese Anfrage mit dem VNB kostenlos, wenn du beitrittst. Vollständiger LEG-Guide →
BKW hat den Massenrollout im August 2024 gestartet und hatte bis Herbst 2025 rund 100'000 Smart Meter installiert — etwa 25–30% des Ziels von 400'000+. Aktuelles Tempo: rund 500 Geräte pro Tag mit Installationspartner cablex AG (eine Swisscom-Tochter). Das Gerät bei allen Niederspannungs-Haushalten ist der Kamstrup OMNIPOWER®. BKWs eigenes Abschlussziel ist Ende 2028 — ein Jahr nach dem nationalen Termin.
EKZ gehört zu den am weitesten fortgeschrittenen Rollouts unter den grossen Schweizer VNB — rund 83% der Zähler waren in der jüngsten Berichtsperiode bereits ersetzt (zitiert via EVP Zürich, Mai 2025). EKZ hat 2026 ausserdem dynamische Netznutzungs- und Energietarife lanciert, beide setzen einen Smart Meter voraus. Du kannst den Status deiner Adresse über myEKZ prüfen.

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Quellen:StromVG Art. 17abis & Art. 17a (fedlex.admin.ch, SR 734.7); StromVV Art. 8a, 8b, 8d, 31e (fedlex.admin.ch, SR 734.71); ElCom — FAQ Smartmeter (elcom.admin.ch); ElCom-Entscheid zum jährlichen Mehrkostenrichtwert CHF 90–120 (elcom.admin.ch); ElCom Strompreise 2026 Mitteilung — Messtarif nationaler Durchschnitt (elcom.admin.ch); BFE — Smart Grid Roadmap und Smart-Grid-Statistik (bfe.admin.ch); BKW — Smart-Meter-Rolloutpartner cablex AG (bkw.ch, April 2024) und «500 Smart Meter pro Tag» (bkw.ch Blog, Okt 2025); CKW Medienmitteilung «CKW schliesst die Umrüstung auf Smart Meter ab» (ckw.ch, April 2024); EKS Smart-Meter-Infoseite (eks.ch/smartmeter); EKS Preisanpassung + Quartalsabrechnung 2026 (eks.ch/news/strompreise-und-modalitaeten-schweiz-2026); energate-messenger.ch — «EKS und Landis+Gyr starten Smart-Meter-Rollout»; EKZ — Eigenstrom X Produktblatt 2026, Stromjahr 2026 Übersicht und dynamische Tarife (ekz.ch); EWZ — Smart-Meter-Rolloutseite (ewz.ch); IWB Smart-Meter-Factsheet (iwb.ch); Blick — «Hier harzt die Umrüstung auf Smartmeter» (Okt. 2023, IWB ~63%); SRF «Kassensturz»-VNB-Umfrage (srf.ch); BzBasel — IWB Smart-Meter-FAQ (~5'000 Zählerwechsel/Jahr); cablex.ch — Smart-Meter-Rolloutpartnerseite; EnergieSchweiz — Konsumentenleitfaden Smart Meter (energieschweiz.ch); Bundesverwaltungsgerichtsurteil A-484/2024, A-503/2024 vom 20. Juni 2025 (keine Verweigerungsmöglichkeit); MME Legal — Smart Meters in der Schweiz (mme.ch, April 2026). Angaben ohne Gewähr — für individuelle Fragen wende dich an deinen VNB oder eine Fachperson.
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