Berechne den Ertrag deiner Photovoltaikanlage in dreissig Sekunden. Darunter findest du mit offiziellen Zahlen von BFE und PVGIS, was eine Kilowattstunde Solarstrom in der Schweiz 2026 tatsächlich einbringt.
Informativ und unverbindlich
Dieser Rechner ist informativ und unverbindlich. Tatsächliche Einsparungen/Erträge variieren.
Gib die Grösse deiner Solaranlage in kWp ein und den spezifischen Ertrag an deinem Standort. Der Rechner zeigt dir, wie viele Kilowattstunden die Anlage pro Jahr produziert und was du damit verdienst — klassisch eingespeist, über eine LEG an die Nachbarschaft verkauft oder als Kombination aus beidem.
Wenn du deinen Standortertrag nicht kennst: Die Tabelle weiter unten listet ihn für elf Schweizer Standorte, von 1'121 kWh pro kWp in St. Gallen bis 1'411 in Sion. Die zweite Tabelle zeigt, was Ausrichtung und Dachneigung davon übrig lassen.
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Für die Einspeisung rechnet der Rechner standardmässig mit 4.41 Rp./kWh. Das ist der mit der Einspeisemenge gewichtete Jahresmittelwert 2024 des BFE-Referenz-Marktpreises — nicht der Höchstwert eines einzelnen Quartals. Für 2025 liegt derselbe Wert bei 5.56 Rp., für das erste Halbjahr 2026 bei 5.49 Rp. Unter «Preise anpassen» kannst du den Wert überschreiben.
Der spezifische Ertrag pro kWp hängt vor allem vom Standort ab. Nach PVGIS 5.3 reicht die Spanne von 1'121 kWh/kWp in St. Gallen bis 1'411 in Sion, jeweils bei 30 Grad Neigung nach Süden. Die Voreinstellung von 1'000 kWh/kWp ist bewusst konservativ und entspricht der Annahme des Bundes für eine Referenzanlage im Einfamilienhaus.
Der Rechner kombiniert deinen Eigenverbrauchsanteil mit der Vermarktung des Überschusses — klassisch eingespeist oder über eine LEG verkauft. Als Referenz nimmt der Bund für eine 15-kW-Anlage im Einfamilienhaus 35 Prozent Eigenverbrauch an, für eine 60-kW-Anlage im ZEV 47 Prozent. Die Voreinstellung im Rechner liegt bei 30 Prozent.
Der spezifische Ertrag sagt dir, wie viele Kilowattstunden ein Kilowatt-Peak an deinem Standort pro Jahr liefert. Er ist die wichtigste Eingabe im Rechner — und er unterscheidet sich innerhalb der Schweiz um mehr als ein Viertel. Die Werte unten gelten für ein Schrägdach nach Süden mit 30 Grad Neigung.
| Standort | kWh pro kWp | 10-kWp-Anlage | Höhe |
|---|---|---|---|
| Sion (VS) | 1'411 | 14'110 kWh | 520 m |
| Lugano (TI) | 1'307 | 13'070 kWh | 272 m |
| Lausanne (VD) | 1'275 | 12'750 kWh | 499 m |
| Interlaken (BE) | 1'273 | 12'730 kWh | 569 m |
| Genf (GE) | 1'265 | 12'650 kWh | 393 m |
| Chur (GR) | 1'235 | 12'350 kWh | 602 m |
| Bern (BE) | 1'232 | 12'320 kWh | 547 m |
| Basel (BS) | 1'161 | 11'610 kWh | 265 m |
| Luzern (LU) | 1'150 | 11'500 kWh | 445 m |
| Zürich (ZH) | 1'145 | 11'450 kWh | 416 m |
| St. Gallen (SG) | 1'121 | 11'210 kWh | 685 m |
PVGIS 5.3 der Europäischen Kommission (Joint Research Centre), Strahlungsdatenbank SARAH3, Mittel der Jahre 2005 bis 2023. Annahmen: 1 kWp kristallines Silizium, 30 Grad Neigung, Ausrichtung Süd, 14 Prozent Systemverluste, Horizont aus dem Geländemodell. Abfrage vom 7. August 2026.
Das Wallis liegt vorne, weil Sion hoch, trocken und südlich liegt: 1'411 kWh pro kWp sind rund ein Viertel mehr als in St. Gallen mit 1'121. Auf eine 10-kWp-Anlage gerechnet sind das 2'900 Kilowattstunden Unterschied pro Jahr, ohne dass sich an der Anlage selbst irgendetwas ändert. Als Faustregel: Mittelland und Nordostschweiz rechnen mit 1'100 bis 1'200, Westschweiz, Tessin und Wallis mit 1'250 bis 1'400.
Ein Süddach ist das Optimum, aber der Abstand zu den Alternativen ist kleiner, als die meisten erwarten. Die Werte gelten für Zürich; die Prozentwerte lassen sich auf jeden Standort aus der Tabelle oben übertragen.
| Ausrichtung | 15° | 30° | 45° | Bestwert |
|---|---|---|---|---|
| Süd | 1'086 | 1'145 | 1'145 | 100% |
| Südwest | 1'053 | 1'088 | 1'074 | 95% |
| Südost | 1'046 | 1'076 |
Produzieren ist die eine Hälfte der Rechnung. Die andere ist der Preis, den du dafür bekommst — und der hat sich 2026 grundlegend geändert.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt der vierteljährliche Referenz-Marktpreis des BFE als schweizweit harmonisierte Vergütung nach Art. 15 Abs. 1 EnG. Er greift immer dann, wenn sich Netzbetreiber und Produzentin nicht auf einen Preis einigen. Zuletzt publiziert: Q2 2026 mit 3.90 Rp./kWh.
| Quartal | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|
| Q1 | 6.20 Rp. | 10.38 Rp. | 10.27 Rp. |
| Q2 | 3.51 Rp. | 2.76 Rp. | 3.90 Rp. |
| Q3 | 3.34 Rp. | 5.73 Rp. |
Als der Bund die Mindestvergütung festlegte, musste er durchrechnen, ob sich eine Anlage über ihre Lebensdauer amortisiert. Die Annahmen dahinter sind publiziert — und sie sind der belastbarste offizielle Referenzrahmen zu Schweizer PV-Kosten, den es gibt.
| Referenzanlage | Eigenverbrauch | CHF pro kW | Einmalvergütung |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus, 15 kW | 35% | 2'444inkl. MWST | 5'400 |
| Mehrfamilienhaus im ZEV, 60 kW | 47% | 1'644inkl. MWST | 19'800 |
| Gewerbe, 90 kW | 50% | 1'416exkl. MWST | 28'800 |
Die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage: Sie folgt dem Preis pro Kilowattstunde, von oben nach unten.
Mit Abstand der beste Preis, weil du den vollen Netzstrompreis sparst statt eine Vergütung zu erhalten. Waschmaschine und Geschirrspüler über Mittag laufen lassen, Boiler und Wärmepumpe zeitlich verschieben, das Elektroauto tagsüber laden: So lässt sich der Eigenverbrauchsanteil einer Einfamilienhaus-Anlage über die angenommenen 35 Prozent hinaus anheben.
Der Standardweg für den Überschuss: der geringste Aufwand, der tiefste Preis. Seit 2026 gilt dabei der Referenz-Marktpreis als Rückfalloption, abgesichert durch die Mindestvergütung. Rechne mit dem gewichteten Jahresmittel, nicht mit dem Quartalswert, den du gerade vor dir hast.
Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch verteilt deinen Strom an die Bewohnerinnen und Bewohner desselben Gebäudes. Das hebt den Eigenverbrauchsanteil spürbar — die Referenzanlage im ZEV kommt auf 47 statt 35 Prozent. Der Nachteil: Der Abnehmerkreis hört an der Hauswand auf, und die Abrechnung bleibt an dir hängen.
Seit Januar 2026 kannst du deinen Überschuss in einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft direkt an Haushalte in derselben Gemeinde verkaufen, zu einem selbst vereinbarten Preis zwischen Einspeisevergütung und Nettarif. Das ist der einzige Weg, bei dem der Überschuss deutlich mehr einbringt als die wenigen Rappen des Referenz-Marktpreises — ohne dass du dafür eine einzige Kilowattstunde mehr produzieren musst.
Erträge: Europäische Kommission, Joint Research Centre — PVGIS 5.3 (Strahlungsdatenbank SARAH3, 2005–2023), Abfrage vom 7. August 2026. Vergütung: Bundesamt für Energie BFE, «Referenz-Marktpreise gemäss Art. 15 EnFV», Publikationen vom 9. März 2026 und 14. Juli 2026. Mindestvergütung, HKN-Preise und Referenzanlagen: UVEK, «Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien: Änderung der Energieverordnung mit Inkrafttreten am 1. Januar 2026 — Erläuternder Bericht» vom 19. Februar 2025. Netzstrompreis: ElCom, Tarife 2026, Median Haushaltsprofil H4.
| 1'059 |
| 94% |
| West | 963 | 930 | 876 | 84% |
|---|
| Ost | 952 | 915 | 857 | 83% |
|---|
| Flachdach (0°) | 973 | 85% | ||
|---|---|---|---|---|
PVGIS 5.3, Standort Zürich auf 416 Metern, 14 Prozent Systemverluste. 100 Prozent entspricht dem Referenzfall Süd bei 30 Grad mit 1'145 kWh pro kWp. «Bestwert» ist die beste der drei Neigungen in der jeweiligen Zeile.
Ein reines Norddach kommt bei 30 Grad auf 648 kWh pro kWp, also 57 Prozent des Optimums. Das ist der einzige Fall, in dem sich die Frage nach der Ausrichtung wirklich stellt — bei allem zwischen Ost und West bleibst du über 80 Prozent.
Bei Ost und West kehrt sich die Logik der Neigung um: flacher ist besser. Ein Westdach liefert bei 15 Grad 963 kWh pro kWp, bei 45 Grad nur noch 876. Ost-West-Anlagen haben ausserdem einen Vorteil, den die Jahresertragszahl nicht zeigt — sie produzieren morgens und abends, wenn im Haushalt tatsächlich Strom gebraucht wird. Für den Eigenverbrauchsanteil ist das oft mehr wert als die letzten Prozente Jahresertrag.
| offen |
| Q4 | 8.75 Rp. | 9.51 Rp. | offen |
|---|
| Ø gewichtet | 4.41 Rp. | 5.56 Rp. | 5.49 Rp. (H1) |
|---|
BFE, «Referenz-Marktpreise gemäss Art. 15 EnFV», Publikationen vom 9. März 2026 und 14. Juli 2026. Preise exklusive Mehrwertsteuer. Q3 2026 wird am 14. Oktober 2026 publiziert, Q4 2026 am 15. Januar 2027 — sie stehen hier bewusst offen statt geschätzt. «Ø gewichtet» ist der mit der effektiv eingespeisten Strommenge gewichtete Jahresmittelwert.
2025 lag der gewichtete Mittelwert bei 5.56 Rp./kWh — das einfache Mittel der vier Quartale bei 7.09. Die Differenz ist kein Rundungsfehler: 76 Prozent der eingespeisten Strommenge fielen in Q2 und Q3, also genau in die beiden günstigsten Quartale. Photovoltaik liefert am meisten, wenn der Markt am wenigsten zahlt. Wer mit dem Quartalswert rechnet, den er gerade sieht, rechnet sich reich.
Damit Produzenten bei Preiseinbrüchen nicht leer ausgehen, hat der Bund 2026 eine Untergrenze eingezogen. Fällt der Referenz-Marktpreis darunter, zahlt der Netzbetreiber die Differenz.
| Fall | Leistung | Mindestvergütung |
|---|---|---|
| Anlage unter 30 kW (praktisch immer mit Eigenverbrauch) | 15 kW | 6 Rp. |
| Anlage mit Eigenverbrauch, etwa im ZEV | 60 kW | 3 Rp. |
| Anlage mit Eigenverbrauch, Gewerbe | 90 kW | 2 Rp. |
| Anlage ohne jeden Eigenverbrauch | 90 kW | 6.2 Rp. |
Art. 15 Abs. 1bis EnG und Art. 12 Abs. 1bis EnV, in Kraft seit 1. Januar 2026. Ab 30 kW mit Eigenverbrauch wird der Ansatz von 6 Rp. anteilig nur auf die ersten 30 kW gerechnet — eine 130-kW-Anlage kommt so auf 1.38 Rp./kWh. Mehrwertsteuerpflichtigen Produzenten vergütet der Netzbetreiber die MWST zusätzlich.
Der Referenz-Marktpreis deckt nur die Kilowattstunde ab, nicht ihren ökologischen Mehrwert. Den kaufen viele Netzbetreiber freiwillig zusätzlich ein, als Herkunftsnachweis. Für Anlagen unter 30 kW sieht die Entwicklung so aus:
| Jahr | Ø HKN-Preis | Abdeckung |
|---|---|---|
| 2019 | 3.4 Rp. | 57% |
| 2020 | 3.4 Rp. | 61% |
| 2021 | 3.3 Rp. | 74% |
| 2022 | 3.2 Rp. | 76% |
| 2023 | 2.9 Rp. | 84% |
| 2024 | 2.5 Rp. | 84% |
UVEK, Erläuternder Bericht zur Änderung der Energieverordnung per 1. Januar 2026, Tabelle 1. «Abdeckung» ist der Anteil der Endverbraucher in Netzgebieten mit freiwilliger HKN-Abnahme. Über sieben Jahre lag der Mittelwert bei 3.1 Rp./kWh — er sinkt allerdings seit 2019. Ob dein Netzbetreiber HKN abnimmt, musst du bei ihm erfragen; eine Pflicht dazu gibt es nicht.
UVEK, Erläuternder Bericht zur Änderung der Energieverordnung per 1. Januar 2026, Tabelle 2. Die spezifischen Installationskosten sind die vom BFE beobachteten Mittelwerte 2018 bis 2023 — eine amtliche Referenzannahme, keine aktuelle Offerte. Weiter angenommen: 25 Jahre Lebensdauer, 0.15 Prozent Moduldegradation pro Jahr, Einmalvergütung nach den Ansätzen ab 1. April 2025 für angebaute Anlagen.
Die Spalte «Eigenverbrauch» ist die wichtigste der Tabelle. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dir den vollen Netzstrompreis, im ElCom-Median 2026 sind das 27.7 Rp./kWh. Jede eingespeiste bringt dir im schlechtesten Fall 6 Rp. Der Abstand ist gut das Vierfache — und er ist der Grund, warum jede Massnahme, die deinen Eigenverbrauch erhöht, mehr bringt als jede Optimierung am Dach.