Animiert erklärt
Eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) teilt Solarstrom innerhalb einer Gemeinde über das bestehende Netz. Scrollen Sie: Wir nehmen ein Dorf mit LEG Teil für Teil auseinander und lassen es dann einen Tag lang laufen.
Alle Details im LEG-Guide 202601Eine LEG
So sieht eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft aus, wenn sie läuft: Mittags fliesst Solarstrom vom Hof zu den Nachbarn (grün), der Rest kommt wie gewohnt vom Netz (blau). Scrollen Sie, und wir nehmen sie Teil für Teil auseinander.
02Teil 1 · Mitglieder
Ein Bauernhof, ein Chalet, Mieterinnen und Mieter im Mehrfamilienhaus, die Dorfbäckerei und das Gemeindehaus. Mitmachen können Eigentümer, Mieter, KMU und die Gemeinde selbst, jedes Haus mit eigenem Zähler.
Mieter brauchen kein eigenes Dach
03Teil 2 · Produzenten
Die Scheune trägt 48 kW Photovoltaik, das Chalet 8 kW. Die Kurve unter dem Dorf zeigt ihre Produktion über den Tag: ein Berg am Mittag, nichts in der Nacht. Wer produziert, liefert an die Gemeinschaft; alle anderen beziehen.
04Teil 3 · Messung
Jedes Mitglied hat einen intelligenten Zähler. Er misst alle 15 Minuten, wie viel Strom das Haus bezieht oder abgibt. Diese Viertelstundenwerte entscheiden, wer wie viel Solarstrom von den Nachbarn erhält.
96 Messwerte pro Zähler und Tag
05Teil 4 · Netz
Heben wir die Häuser an. Darunter liegt das bestehende Verteilnetz des Netzbetreibers, mit Kabelkabinen und Hausanschlüssen. Eine LEG nutzt genau dieses Netz: Alle Mitglieder sind in derselben Gemeinde und beim selben Netzbetreiber.
Gleiches Netz, gleiche Gemeinde
06Teil 5 · Trafostation
Die gestrichelte Linie umfasst das lokale Netz der Gemeinschaft. Strom, der innerhalb bleibt, beansprucht nur diese Netzebene, deshalb sinkt das Netznutzungsentgelt für den lokalen Anteil um 40 % (20 %, wenn die Transformationsebene beansprucht wird; StromVV Art. 19h). Alles, was das Dorf zusätzlich braucht oder übrig hat, fliesst durch die Trafostation.
−40 % Netznutzung auf den lokalen Anteil
07Morgen
Früh am Morgen: Im Stall wird gemolken, die Bäckerei backt, die Sonne ist noch nicht da. Jetzt kommt jeder Strom vom Netz (blau), genau wie heute. Mit den ersten Sonnenstrahlen nutzen Hof und Chalet zuerst ihren eigenen Solarstrom.
08Mittag
Jetzt produziert der Hof mehr, als er braucht. In jeder Viertelstunde geht der Überschuss an die Mitglieder, die gerade Strom beziehen, anteilig nach Bedarf (grün). Was dann noch übrig ist, wird über die Trafostation eingespeist und vergütet.
Abgerechnet pro Viertelstunde
09Abend
Die Sonne sinkt, im Mehrfamilienhaus wird gekocht. In der Kurve wird die blaue Fläche grösser: Was das Dorf nicht selbst deckt, kommt wie gewohnt vom Netzbetreiber. Niemand steht ohne Strom da; die LEG ändert nur, woher ein Teil davon stammt.
10Ihr Tag
Ziehen Sie über das Modell oder nutzen Sie die Pfeiltasten und spielen Sie den Tag selbst durch: Viertelstunde für Viertelstunde, wie viel aus dem Dorf und wie viel vom Netz kommt.
Modellwerte aus der Animation, keine Messdaten.
Wer beitreten kann, was eine LEG kostet und wie viel Sie sparen, steht im ausführlichen LEG-Guide.
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