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📘 Vollständiger Guide · Schweiz 2026

ZEV Schweiz 2026:
Zusammenschluss zum
Eigenverbrauch erklärt

Was ist ein ZEV, was kostet er, wer darf mitmachen — und wann lohnt sich stattdessen eine LEG? Der vollständige Guide für Hauseigentümer, Vermieter und Mieter. Mit interaktivem Sparrechner und Entscheidungstool.

Rafael RomanAktualisiert Oktober 202612 Min. Lesezeit
Weiterlesen

Suchst du einen vollen Vergleich aller drei Modelle? → ZEV vs. LEG vs. vZEV — vollständiger Vergleich →

ZEV steht für Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Mehrere Parteien am selben Ort, zum Beispiel die Wohnungen eines Mehrfamilienhauses, nutzen gemeinsam den Solarstrom vom eigenen Dach. Gegenüber dem Netzbetreiber treten sie als ein einziger Kunde auf, intern wird der Strom über eigene Zähler verteilt und abgerechnet. Den ZEV gibt es seit 2018. Seit 2025 ist zusätzlich der virtuelle ZEV (vZEV) möglich, seit 2026 die lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG). Lohnt sich ein ZEV noch? Für wen? Und wann ist etwas anderes besser?

Dieser Artikel beantwortet diese Fragen — ehrlich und mit echten Zahlen.

2018
ist der ZEV in der Schweiz als rechtliches Instrument eingeführt worden. Seit 2026 gibt es mit der LEG die erste echte Alternative — sie macht Solarstromhandel in der ganzen Gemeinde möglich.

Was ist ein ZEV? Eine klare Definition

Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ist ein rechtlicher Zusammenschluss mehrerer Verbrauchseinheiten innerhalb eines Gebäudes oder Grundstücks, die gemeinsam eine Solaranlage betreiben und deren Strom intern verteilen.

Die wichtigsten Merkmale:

→
Ein Hausanschluss nach aussen: Der ZEV gilt gegenüber dem Netzbetreiber als ein einziger Kunde. Intern hat jede Einheit einen eigenen Sub-Zähler.
→
Solarstrom erst intern, dann Netz: Der produzierte Strom wird zuerst im Gebäude verbraucht. Was übrig bleibt, wird ins Netz eingespeist und vergütet.
→
Kein Netznutzungsentgelt intern: Für den intern verbrauchten Solarstrom fallen keine Netzgebühren an — das ist der wirtschaftliche Kernvorteil.
→
Rechtsgrundlage: Energiegesetz (EnG) Art. 16–18 und Energieverordnung (EnV) Art. 14–18. Die heutige Fassung gilt seit dem 1. Januar 2025 (Mantelerlass für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien).

Wer kann ein ZEV bilden?

ZEV ist nicht für alle geeignet. Die Voraussetzungen stehen im Energiegesetz und in der Energieverordnung:

VoraussetzungDetail
Eigene ProduktionDie Leistung der Solaranlage muss mindestens 10 % der Anschlussleistung des Zusammenschlusses betragen (EnV Art. 15).
Gleicher Ort der ProduktionDas Grundstück mit der Anlage, plus angrenzende Grundstücke, sofern der Strom dort ohne das Verteilnetz verbraucht wird (EnV Art. 14). Seit 2025 dürfen auch Anschlussleitung und Netzanschlusspunkt mitgenutzt werden (vZEV).
Mehrere EndverbraucherMindestens zwei Parteien, zum Beispiel Wohnungen, Gewerbe oder Miteigentümer (EnG Art. 17)
Schriftliche VereinbarungMindestens festgehalten: wer den ZEV nach aussen vertritt, wie gemessen und abgerechnet wird, und welches Stromprodukt extern bezogen wird (EnV Art. 16)
Meldung an den NetzbetreiberGründung, Vertretung und teilnehmende Mieter drei Monate im Voraus melden (EnV Art. 18)
Interne MessungJede Partei braucht eine eigene Messung, damit verbrauchsabhängig abgerechnet werden kann (empfohlen: Smart Meter)
✓ Bin ich ZEV-fähig?
3 Fragen — sofortige Antwort.
1. Wie viele Wohn- oder Gewerbeeinheiten hat dein Gebäude?
2. Hast du eine PV-Anlage oder planst du eine?
3. Sind alle Eigentümer / Miteigentümer einverstanden?

ZEV-Anlage und Schema: So fliesst der Strom

Eine ZEV-Anlage besteht aus wenigen Bausteinen. Entscheidend ist, dass der Netzbetreiber nur noch einen Zähler für das ganze Gebäude abliest, den Hauptzähler. Alles dahinter organisiert der ZEV selbst.

1
Solaranlage auf dem Dach: Sie produziert Strom, der zuerst im Gebäude verbraucht wird.
2
Interne Zähler pro Partei: Sie messen, wie viel jede Wohnung oder jedes Gewerbe verbraucht. Auf dieser Basis wird intern abgerechnet.
3
Hauptzähler am Netzanschluss: Er misst, was das ganze Gebäude zusätzlich aus dem Netz bezieht und was es an Überschuss einspeist. Der Netzbetreiber behandelt den ZEV wie einen einzigen Endverbraucher (EnG Art. 18).
4
Optional ein Batteriespeicher: Er ist erlaubt, muss dem Netzbetreiber aber gemeldet werden (EnV Art. 17 und 18).

Scheint die Sonne, versorgt die Anlage zuerst alle Parteien im Haus. Reicht der Solarstrom nicht, kommt der Rest über den Hauptzähler aus dem Netz. Produziert die Anlage mehr, als das Haus gerade braucht, fliesst der Überschuss über denselben Zähler ins Netz und wird vergütet. Für den intern verbrauchten Solarstrom fällt kein Netznutzungsentgelt an, weil er das öffentliche Netz nie berührt.

Wie funktioniert die ZEV-Abrechnung?

Das ist die Frage, die am meisten Verwirrung stiftet. Die Logik ist aber einfacher als sie klingt:

1
Solarstrom wird intern verteilt: Wenn die Anlage produziert, geht der Strom zuerst an alle Einheiten im Gebäude — proportional zum Verbrauch oder nach einem festgelegten Schlüssel.
2
Interner Preis: Für Mieterinnen und Mieter gibt das Gesetz eine Obergrenze vor (EnV Art. 16b, siehe unten). Sie orientiert sich an dem, was die Mieterin ohne ZEV für dieselbe Strommenge bezahlen würde.
3
Fehlmenge wird extern gedeckt: Reicht der Solarstrom nicht, bezieht der ZEV über den Hauptzähler Strom aus dem Netz. Diese externen Kosten werden verbrauchsabhängig auf die Parteien verteilt (EnV Art. 16a).
4
Überschuss ins Netz: Was das Gebäude nicht selbst braucht, wird eingespeist und vergütet. Seit 2026 gilt ohne andere Abmachung der vierteljährliche Referenzmarktpreis des BFE, 2025 mengengewichtet 5.56 Rp./kWh, mit einer Mindestvergütung von 6 Rp./kWh für Anlagen unter 30 kW.
5
Interne Abrechnung: Der ZEV rechnet intern ab, entweder selbst oder über einen Dienstleister wie UpGrid. Der Netzbetreiber muss dem ZEV die dafür nötigen Messdaten kostenlos liefern (EnV Art. 18).

Wie viel darf ein ZEV für Solarstrom verlangen?

Seit dem 1. Januar 2025 regelt die Energieverordnung genau, was Eigentümer ihren Mieterinnen und Mietern für den internen Solarstrom verrechnen dürfen (EnV Art. 16b). Sie haben zwei Möglichkeiten:

MethodeWas gilt
PauschaleHöchstens 80 % dessen, was die Mieterin ohne ZEV für dieselbe Strommenge bezahlen würde
Effektive KostenDie tatsächlichen Kosten der Anlage, abzüglich der Erlöse aus der Einspeisung. Obergrenze: 100 % des Preises ohne ZEV. Liegen die Kosten darunter, darf zusätzlich die Hälfte der Differenz verrechnet werden.

Der extern bezogene Strom wird zu den effektiven Kosten weiterverrechnet (EnV Art. 16a). Die Kosten für die Einführung des ZEV trägt der Eigentümer selbst. Er darf sie nicht direkt auf die Mieterschaft überwälzen (EnG Art. 17 Abs. 4).

ZEV-Abrechnung: ein Beispiel

Eine Wohnung verbraucht 2'500 kWh im Jahr. Angenommen, die Solaranlage deckt davon 1'000 kWh. Als Preis ohne ZEV rechnen wir mit dem ElCom-Median 2026 von 27.7 Rp./kWh; massgebend ist in der Praxis der Tarif des lokalen Netzbetreibers.

Solarstrom zur Pauschale von höchstens 80 %: 1'000 kWh × 22.16 Rp. = CHF 221.60
Netzstrom zu den externen Kosten: 1'500 kWh × 27.7 Rp. = CHF 415.50
Total mit ZEV: CHF 637.10 statt CHF 692.50 ohne ZEV, also CHF 55.40 weniger im Jahr.

Für den Eigentümer bringt dieselbe Kilowattstunde 22.16 Rp. statt rund 6 Rp. Einspeisevergütung. Darum lohnt sich ein ZEV vor allem dort, wo ein grosser Teil des Solarstroms im Haus selbst verbraucht wird.

🧮 ZEV-Sparrechner
Gib deine Gebäudedaten ein. Werte basieren auf ElCom-Medianen 2026 und typischen ZEV-Erfahrungswerten.
10 kWp
3 kWp40 kWp
4
220
Eigenverbrauchsquote
35%
Ersparnis / Wohnung
CHF 72/Jahr
Mehrertrag Eigentümer
CHF 874/Jahr
Anlage 10 kWp produziert 9'500 kWh/Jahr. Davon werden intern 3'325 kWh (35%) verbraucht. Überschuss ins Netz: 6'175 kWh → Feedin-Einnahmen CHF 525/Jahr.
Basis: 950 kWh/kWp Jahresertrag. Ø Verbrauch pro Einheit 4,000 kWh. Interner ZEV-Preis 19 Rp./kWh. Feed-in Überschuss ~8.5 Rp./kWh. ElCom-Median 2026: 27.7 Rp./kWh. Individuelle Ergebnisse variieren.

Was kostet ein ZEV? Aufwand und ROI

Bei einem ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) in der Schweiz rechnest du mit zwei Kostenblöcken: einmalig vor allem Sub-Zähler (oft Smart Meter), allfällige Elektrik, Beratung und—falls nötig—die PV-Anlage; laufend vor allem Abrechnung (eigener Aufwand) oder ein Abrechnungsdienstleister, damit Eigentümer und Mieterinnen und Mieter in einem Mehrfamilienhaus korrekt abgerechnet werden. Die Tabellen folgen typischen Schweizer Richtwerten 2026 für ZEV-Kosten; für den ROI lohnen sich anschliessend konkrete Offerten pro Liegenschaft. Wichtig für Vermieter: Die Einführungskosten dürfen nicht direkt auf die Mieten überwälzt werden (EnG Art. 17 Abs. 4).

Einmalige Kosten

PostenTypische Kosten Schweiz
Sub-Zähler pro Einheit (Smart Meter)CHF 200–500 pro Einheit
Elektriker / Verkabelung (falls nötig)CHF 500–2,000 (gebäudeabhängig)
Beratung / KonzeptCHF 500–1,500 (einmalig)
PV-Anlage (falls noch nicht vorhanden)CHF 1,200–1,700/kWp (inkl. Montage, Swissolar 2026)

Laufende Kosten

PostenKosten pro Jahr
Abrechnungsaufwand (selbst gemacht)10–20 Stunden
Abrechnungsdienstleister (z.B. UpGrid)CHF 200–600/Jahr (gebäudeabhängig)
Wartung PV-AnlageCHF 100–300/Jahr

Vor- und Nachteile eines ZEV

VorteileNachteile
Kein Netznutzungsentgelt auf Solarstrom, der im Haus verbraucht wirdDer Eigentümer ist für die Stromversorgung aller Teilnehmenden verantwortlich (EnG Art. 17 Abs. 2)
Mehr Ertrag pro kWh als bei der Einspeisung: bis 80 % des lokalen Tarifs pauschal statt rund 6 Rp.Interne Messung und Abrechnung sind Aufwand, selbst oder über einen Dienstleister
Ein einziger Kunde gegenüber dem Netzbetreiber; ab 100 MWh Verbrauch pro Jahr steht der freie Strommarkt offenDie Einführungskosten trägt der Eigentümer, sie dürfen nicht direkt auf Mieter überwälzt werden
Mieterinnen und Mieter zahlen für Solarstrom weniger als für Netzstrom, wenn die Pauschale gewählt wirdAuf den Ort der Produktion begrenzt: Was das Haus nicht braucht, geht zum Einspeisetarif ins Netz

Kurz: Ein ZEV lohnt sich, wenn das Gebäude einen grossen Teil des Solarstroms selbst verbraucht und jemand die Abrechnung zuverlässig übernimmt. Produziert die Anlage deutlich mehr, als das Haus braucht, ist die LEG die bessere Ergänzung.

vZEV: die nächste Stufe nach ZEV

Der virtuelle Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, kurz vZEV, ist seit 2025 erlaubt. Auf der Niederspannung (unter 1 kV) dürfen seither die Anschlussleitungen und der gemeinsame Netzanschlusspunkt für den Eigenverbrauch genutzt werden (EnV Art. 14 Abs. 3). So können zum Beispiel benachbarte Häuser, die an derselben Verteilkabine angeschlossen sind, ohne neue Leitungen einen gemeinsamen Eigenverbrauch bilden. Was ein vZEV kostet, wer ihn gründen darf und wie die Abrechnung läuft, steht im Detail im vollständigen Guide.

Vereinfacht: Ein vZEV funktioniert wie ein ZEV. Statt eines physischen Hauptzählers addiert der Netzbetreiber die Messwerte der beteiligten Anschlüsse zu einer virtuellen Hauptmessung. Die übrigen Rechte und Pflichten sind dieselben wie beim ZEV.

→
Wo ein vZEV passt: benachbarte Gebäude, die am selben Netzanschlusspunkt hängen, etwa an derselben Verteilkabine. Ob das zutrifft, muss dir der Netzbetreiber innert 15 Arbeitstagen mitteilen (EnV Art. 18 Abs. 5).
→
Was ein vZEV verlangt: eine Messung an jedem Anschluss, eine schriftliche Vereinbarung wie beim ZEV und die Meldung an den Netzbetreiber. Neue Leitungen braucht es nicht.
→
Was ein vZEV nicht löst: Gebäude, die an einem anderen Netzanschlusspunkt hängen, zum Beispiel weiter entfernte Nachbarn. Sobald der Kreis breiter wird, ist die LEG das richtige Modell.

Praktisch gesehen ist der vZEV die Zwischenstufe zwischen ZEV (ein Gebäude) und LEG (ganze Gemeinde). Für viele Eigentümer mit mehreren benachbarten Liegenschaften ist er der schnellste Weg, vorhandenen Überschuss aus einem Gebäude in einem zweiten zu nutzen — ohne auf den breiteren LEG-Markt zu warten. Wer beides kombinieren will (vZEV intern, LEG für den Rest), kann das tun. vZEV gründen: Voraussetzungen, Kosten und die vier Schritte → Vollständiger Vergleich ZEV vs. vZEV vs. LEG →

ZEV, vZEV oder LEG — wann was?

Hier lohnt sich ehrliche Einordnung. Ein ZEV ist eine gute Wahl in einem klar definierten Fall. In anderen Fällen gibt es Besseres.

«Wenn deine Anlage mehr produziert als dein Gebäude verbraucht — oder wenn du Nachbarn in der Gemeinde hast, die günstigeren Strom wollen — ist die LEG die stärkere Option.»

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Wie viele Gebäude sind involviert?

ZEV und LEG im Vergleich

Der Entscheider oben führt durch dieselbe Abwägung; die Tabelle unten fasst sie als Kriterien zusammen. Was sich für viele Produzenten seit Januar 2026 spürbar auswirkt, ist vor allem relevant, wenn Überschuss nicht mehr im Gebäude hängen bleibt.

KriteriumZEVLEG
Wer kann mitmachenNur Bewohner deines GebäudesJeder Haushalt oder Betrieb in deiner Gemeinde
Was du pro kWh verdienstBis 80 % des lokalen Tarifs (Pauschale)~15 Rp. — aber auf einen viel grösseren Abnehmerkreis
Was mit Überschuss passiertEinspeisung, 2025 im Mittel 5.56 Rp./kWhLokal verkauft zu ~15 Rp./kWh (55% absorbiert)
PV-Anlage nötigJa — du musst Eigentümer seinJa — aber Verbraucher können ohne Panels beitreten
Eigentümer-Einigung nötigJa — die Grundeigentümer schliessen eine VereinbarungNein — einzelne Einheiten treten selbstständig bei
Netzrabatt für MitgliederKein Netzentgelt auf Solarstrom im Haus, Netzstrom zum normalen TarifJa — 20–40% Netzgebührenrabatt für Verbraucher
Über mehrere Gebäude hinwegNein (vZEV schon, mit Bedingungen)Ja — gesamte Gemeinde
Aufwand EinrichtungMittel — Zähler, Eigentümerbeschluss, AbrechnungGering mit UpGrid — einmal unterschreiben, wir machen den Rest

Der wichtigste Unterschied in einfachen Worten: Ein ZEV ist durch den Verbrauch deines Gebäudes begrenzt. Wenn deine Anlage 10'000 kWh produziert und dein Gebäude intern nur 4'000 kWh aufnimmt, gehen die verbleibenden 6'000 kWh zum Einspeisetarif ins Netz (2025 im Mittel 5.56 Rp., mindestens 6 Rp. für Anlagen unter 30 kW). In einer LEG erreichen diese 6'000 kWh Nachbarn, die sie brauchen — zu ~15 Rp.

Und die beiden Modelle schliessen sich nicht aus. Ein bestehendes ZEV kann einer LEG beitreten und seinen Überschuss der weiteren Gemeinschaft anbieten — du bekommst beides: interne Effizienz und Reichweite im Quartier.

Was passt zu dir?

Wähle ZEV wenn: dein Gebäude mehrere Einheiten hat, PV bereits vorhanden oder geplant ist, und alle Eigentümer einverstanden sind. Einfach, etabliert, funktioniert heute.

Wähle LEG wenn: deine Anlage mehr produziert als dein Gebäude aufnimmt, du den Ertrag auf den Überschuss maximieren willst, oder die Eigentümer-Einigung für ein ZEV fehlt. UpGrid übernimmt die gesamte Einrichtung.

Beides wenn: du ein funktionierendes ZEV hast und Überschuss über das Gebäude hinaus verkaufen willst. Die Modelle sind kombinierbar.

Wie LEG funktioniert → · Vollständiger Dreier-Vergleich →

ZEV für Mieterinnen und Mieter

Als Mieterin oder Mieter bist du in einer anderen Position als Eigentümer. Hier das Wichtigste:

!
Du entscheidest bei der Einführung: Führt der Eigentümer einen ZEV ein, kannst du wählen, ob du mitmachst oder in der Grundversorgung des Netzbetreibers bleibst (EnG Art. 17 Abs. 3).
!
Später austreten geht nur in Ausnahmefällen: wenn du Anspruch auf freien Netzzugang hast (ab 100 MWh Verbrauch pro Jahr) oder wenn der Eigentümer keine angemessene Versorgung gewährleistet oder die Preisregeln nicht einhält. Die Kündigung muss drei Monate im Voraus schriftlich und begründet erfolgen (EnV Art. 16).
!
Preisschutz: Wählt der Eigentümer die Pauschale, zahlst du für Solarstrom höchstens 80 % dessen, was du ohne ZEV bezahlen würdest. Externer Strom wird zu den effektiven Kosten weiterverrechnet (EnV Art. 16a und 16b).
!
Alternative LEG: Als Mieter kannst du auch einer LEG beitreten — unabhängig vom Gebäude, ohne Zustimmung des Vermieters. Mehr dazu: Solarstrom als Mieter →
Für Gemeinden

Gemeinden können ihre eigenen Gebäude wie Gemeindehaus, Schulen und Turnhallen in einer LEG verbinden und den eigenen Solarstrom zwischen ihnen teilen. Später lässt sich die Gemeinschaft für die Bevölkerung öffnen.

LEG für Gemeinden →

Häufig gestellte Fragen zu ZEV

Der klassische ZEV funktioniert innerhalb eines Gebäudes oder auf angrenzenden Grundstücken hinter einem gemeinsamen Hausanschluss. Der virtuelle ZEV (vZEV) erlaubt seit 2025 zusätzlich, die Anschlussleitungen bis zum gemeinsamen Netzanschlusspunkt mitzunutzen, etwa wenn mehrere Häuser an derselben Verteilkabine hängen. Gebäude an verschiedenen Netzanschlusspunkten können keinen vZEV bilden. Für sie gibt es die LEG: Sie erlaubt Handel über das öffentliche Netz in der ganzen Gemeinde.
Nicht zwingend für den ZEV selbst — du kannst auch konventionelle Sub-Zähler verwenden. Für eine LEG (falls du später beitreten willst) ist ein Smart Meter Pflicht. Da Netzbetreiber bis Ende 2027 80% ihrer Standardzähler ersetzen müssen, hast du gute Chancen, in den nächsten 1–3 Jahren ohnehin umgerüstet zu werden. Es lohnt sich, bei der Installation gleich Smart Meter zu wählen.
Die wichtigsten Kosten: Sub-Zähler pro Einheit (CHF 200–500 Stück), allfällige Verkabelungsarbeiten (CHF 500–2,000), optionale Beratung (CHF 500–1,500). Die PV-Anlage ist die grösste Investition, die meist separat gerechnet wird. Laufende Abrechnungskosten: selbst gemacht kostenlos aber zeitaufwendig, oder via Dienstleister CHF 200–600/Jahr.
Ja. Führt der Eigentümer einen ZEV ein, entscheiden Mieterinnen und Mieter, ob sie mitmachen oder in der Grundversorgung des Netzbetreibers bleiben (EnG Art. 17 Abs. 3). Später austreten können sie nur, wenn sie Anspruch auf freien Netzzugang haben (ab 100 MWh Verbrauch pro Jahr) oder wenn der Eigentümer keine angemessene Versorgung gewährleistet oder die Preisregeln nicht einhält. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate (EnV Art. 16).
Die Pflichten aus dem ZEV liegen beim jeweiligen Grundeigentümer, insbesondere die Verantwortung für die Stromversorgung der Teilnehmenden (EnG Art. 17 Abs. 2). Bei einem Verkauf übernimmt diese Rolle der neue Eigentümer. Darum sollte der ZEV im Kaufvertrag ausdrücklich geregelt werden.
Das hängt von der Methode ab (EnV Art. 16b). Pauschal darf der Eigentümer für Solarstrom höchstens 80 % dessen verlangen, was die Mieterin ohne ZEV für dieselbe Menge bezahlen würde. Alternativ darf er die effektiven Kosten der Anlage abzüglich der Einspeiseerlöse verrechnen, höchstens bis zum Preis ohne ZEV. Liegen die Kosten darunter, darf er zusätzlich die Hälfte der Differenz verlangen. Massgebend ist der Tarif des lokalen Netzbetreibers (ElCom-Median 2026: 27.7 Rp./kWh). Deinen Tarif findest du auf strompreis.elcom.admin.ch.
Nein. Ein ZEV setzt voraus, dass intern produzierter Strom verteilt wird. Ohne PV-Anlage gibt es keinen Eigenverbrauch — und damit keinen ZEV. Wer Solarstrom nutzen möchte, ohne selbst zu investieren, kann einer LEG als Verbraucher beitreten.
Wenn: (a) du mehr produzierst als dein Gebäude verbraucht, (b) du Nachbarn in der Gemeinde hast, die günstigeren Strom wollen, oder (c) du deinen Überschuss zu ~15 Rp. verkaufen möchtest statt zum Einspeisetarif (2025 im Mittel 5.56 Rp./kWh). Ein ZEV und eine LEG-Mitgliedschaft schliessen sich nicht aus — ein ZEV kann seinen Überschuss auch in eine LEG einbringen.

Nächste Schritte

Du hast Interesse an einem ZEV — oder willst wissen ob LEG besser passt? UpGrid berät und betreibt beides.

Weiterführende Artikel

ZEV vs. LEG vs. vZEV — vollständiger Vergleich aller drei Modelle →

Solarstrom verkaufen 2026: alle Optionen für Produzenten →

Was ist eine LEG? Vollständige Erklärung →

ZEV, LEG oder beides —
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Quellen: Energiegesetz (EnG, SR 730.0) Art. 16–18; Energieverordnung (EnV, SR 730.01) Art. 14–18, Fassung vom 1. Januar 2025 (fedlex.admin.ch); BFE Referenz-Marktpreise gemäss Art. 15 EnFV (bfe.admin.ch); ElCom Tarifdaten 2026 (elcom.admin.ch); Stadtwerk Winterthur, Merkblatt Bildung ZEV und vZEV, Stand 08.2025; Swissolar HER Handbuch Eigenverbrauchsregelung 2025 (swissolar.ch).

Gibt es eine Energiegemeinschaft in Ihrer Nähe?

Geben Sie Ihre Postleitzahl oder Ihren Ort ein und sehen Sie, welchen lokalen Energiegemeinschaften Sie beitreten können und wie viel Sie sparen.

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