Zwischenbergen im Oberwallis profitiert vom direkten Zugang zu Wasserkraft, die wenige Kilometer talaufwärts erzeugt wird. Ihr Betreiber hat tiefe Netzkosten, günstige lokale Produktion und eine kleine, aber autarke Versorgungsstruktur. Am anderen Ende wird Lützelflüh im Kanton Bern von einem kleinen Betreiber mit alternder Infrastruktur, Beschaffungsverträgen zu Spitzenpreisen von 2022 und einer begrenzten Kundenbasis versorgt, auf die sich die Fixkosten verteilen.
Keiner der beiden Haushalte hat etwas getan, um seinen Preis zu verdienen. Er wurde durch die Geografie bestimmt.
Das Kantonsbild: Wallis am günstigsten, Bern am variabelsten
Auf Kantonsebene führt das Wallis konstant als günstigster Kanton der Schweiz für Strom — eine direkte Folge seiner enormen Wasserkraftkapazität. Kantone mit hohem Anteil an Wasser- oder Kernkraft in ihrem lokalen Netz haben tendenziell tiefere und stabilere Tarife. Städtische Kantone wie Genf und Basel-Stadt liegen im Mittelfeld. Der volatilste Kanton ist Bern, der die grösste Anzahl unabhängiger kleiner Betreiber hat und daher die breiteste Preisspanne innerhalb einer einzigen politischen Einheit aufweist.
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Unabhängige Netzbetreiber in der Schweiz
6×
Unterschied zwischen günstigster und teuerster Gemeinde
27,7
Nationaler Median Rp./kWh 2026 (ElCom)
Was die LEG 2026 bedeutet, wenn du in einer teuren Gemeinde wohnst
Das LEG-Modell ändert weder deinen Netzbetreiber noch deinen Grundtarif. Was es tut: Es fügt eine Option hinzu, die vorher nicht existierte — du kannst jetzt einen Teil deines Stroms von einem lokalen Solarproduzenten zu einem innerhalb der Gemeinschaft ausgehandelten Preis beziehen — immer tiefer als der Standard-Netztarif.
In einer teuren Gemeinde spielt das eine grössere Rolle. Eine Ersparnis von 2 Rp./kWh beim nationalen Median spart dir CHF 90/Jahr bei 4’500 kWh. Dieselbe Ersparnis von 2 Rp./kWh in einer Gemeinde, in der du 40 Rp./kWh zahlst, ist derselbe absolute Betrag — aber er repräsentiert eine 5%-Reduktion auf einer viel höheren Rechnung. Und mit wachsenden Gemeinschaften, die mehr deines Verbrauchs abdecken, gilt diese 2 Rp. Ersparnis für einen immer grösseren Anteil deines Jahresverbrauchs.
Für Produzenten in teuren Gemeinden ist der Anreiz noch stärker. Lokal zu 25 Rp./kWh zu verkaufen statt 6,8 Rp./kWh Einspeisevergütung zu erhalten, macht eine unwirtschaftlich erscheinende Investition zu einer überzeugenden. Das bedeutet mehr installierte Panels. Mehr Gemeinschaftsangebot. Mehr Konsumenten, die weniger zahlen.
ℹ️Die Aufwärtsspirale
In teuren Gemeinden erzeugt die LEG einen schnelleren Tugendzyklus. Höhere Tarife bedeuten grössere Produzentenanreize → schnellere Installation → grössere Gemeinschaften → mehr Abdeckung → grössere Konsumentenersparnisse. Die Orte, an denen das Netz am meisten abgeschöpft hat, sind die Orte, an denen LEG-Gemeinschaften am schnellsten wachsen werden.
So trittst du bei — unabhängig von deiner Postleitzahl
Upgrid ist in mehreren Netzgebieten tätig. Solange sich eine Gemeinschaft in deinem Gebiet bildet oder aktiv ist, kannst du dich registrieren. Wenn es in deiner spezifischen Gemeinde noch keine gibt, setzt dich deine Registrierung auf die Liste für den Zeitpunkt, an dem das Angebot deinen Netzknoten erreicht.
Online registrieren — 2 Minuten. Kein Papierkram, keine Anbieterkündigung, keine Installation.
Gematcht werden — Upgrid verbindet dich mit der nächsten aktiven Gemeinschaft in deinem Netzgebiet.
Ab 2026 — Gemeinschaftsstrom wird separat zum garantiert tieferen Tarif abgerechnet.
Dein Netzbetreiber bleibt — er deckt alles ab, was die Gemeinschaft nicht liefern kann. Keine Versorgungslücken.
Ersparnisse wachsen mit der Zeit — je mehr Produzenten beitreten, desto mehr deines Verbrauchs deckt die Gemeinschaft ab.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich in der Schweiz meinen Stromanbieter wechseln?
Für Haushalte in der Grundversorgung (das ist die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung), nein — du kannst deinen Stromanbieter nicht wählen. Dein lokaler Verteilnetzbetreiber wird durch die Geografie bestimmt und hält ein reguliertes Monopol. Grosse Industriekunden über 100’000 kWh/Jahr können seit 2009 den freien Markt nutzen, aber die Haushaltsliberalisierung wurde wiederholt aufgeschoben. Das LEG-Modell ist keine Liberalisierung — es ist ein strukturierter Weg, lokal produzierten Solarstrom innerhalb des bestehenden Monopolrahmens zu beziehen.
Warum ist Strom im Wallis so viel günstiger als in Bern?
Das Wallis verfügt über ausserordentlich grosse Wasserkraftkapazitäten im Verhältnis zur Bevölkerung — die Grande Dixence und andere Alpenstaumauern produzieren mehr Strom als der Kanton verbraucht, ein Grossteil wird exportiert. Lokale Betreiber können zu Gestehungskosten statt zu Marktpreisen beschaffen, was die Tarife tief hält. Bern hat ein fragmentierteres Netz mit vielen kleinen unabhängigen Betreibern, variablerer Beschaffung und historisch höheren Infrastrukturinvestitionen — all das fliesst in höhere Durchschnittstarife ein.
Beeinflusst der Beitritt zu einer LEG-Energiegemeinschaft meinen bestehenden Stromvertrag?
Nein. Der Beitritt zu einer LEG-Gemeinschaft ändert oder kündigt deinen bestehenden Versorgungsvertrag mit deinem Netzbetreiber nicht. Du beziehst weiterhin Strom von deinem Anbieter für den Anteil, den die Gemeinschaft nicht abdecken kann. Du erhältst einfach eine zusätzliche Rechnung von der Gemeinschaft für den Strom, den sie geliefert hat — zu einem tieferen Tarif. Die beiden Systeme laufen parallel. Dein Anbieter ist gesetzlich verpflichtet, diese Regelung gemäss dem revidierten StromVG zu akzeptieren.
Dein Netzbetreiber
hat deinen Preis bestimmt. Du kannst ihn senken.
Registriere dich für eine Upgrid-Energiegemeinschaft. 2 Minuten. Deine Gemeinde muss nicht für immer bestimmen, was du zahlst.
Gemeinschaft in meiner Region findenKeine Kaution · Keine Kündigungsgebühren · Ersparnisse vertraglich garantiert