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Schweizer Strom · Mythos vs. Fakt

5 Dinge, die Menschen glauben
über ihre Stromrechnung.
Wie viele davon stimmen wirklich?

Beantworte alle fünf unten — dann scroll weiter zu den Fakten, die wirklich zählen für die Energiewende.

Dein Ergebnis
0 von 5 beantwortet
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Frage 1 von 5
Dein Stromanbieter kauft Solarstrom von Produzenten ungefähr zum gleichen Preis, den er dir berechnet.
Überleg dir, wo das Geld tatsächlich hinfliesst.
🚫 Mythos
Eingekauft für 6 Rp. Dir berechnet: 28 Rp.
Dein Versorger zahlt Solarproduzenten rund 6–8 Rp./kWh über den Einspeisevergütungstarif (KEV). Dieselbe Kilowattstunde verkauft er dir für 27–32 Rp./kWh. Die ~22 Rp. Differenz — auf jede einzelne kWh — ist ihre Marge. Jedes Jahr. Auf jede Einheit.
22 Rp.
Durchschnittliche Lücke pro kWh zwischen dem, was Versorger den Produzenten zahlen, und dem, was sie Konsumenten berechnen (2026)
Frage 2 von 5
Man muss eigene Solarpanels besitzen, um in der Schweiz von Solarstrom zu profitieren.
Überleg dir, wer in Mehrfamilienhäusern tatsächlich Stromrechnungen bezahlt.
🚫 Mythos
Keine Panels. Keine Installation. Nicht mal annähernd.
Seit Januar 2026 erlaubt das Schweizer Gesetz Mietern und Wohnungseigentümern, einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) beizutreten und Solarstrom von einem nahegelegenen Produzenten zu beziehen — ohne etwas zu installieren, den Anbieter zu kündigen oder das Zuhause umzubauen. Du meldest dich einfach an.
70%
Der Schweizer Haushalte sind Mieter — genau die Zielgruppe, für die das LEG 2026 geschaffen wurde
Frage 3 von 5
Die Schweizer Strompreise sind 2025 und 2026 gefallen, also ist das Energiekostenproblem praktisch gelöst.
Vergleich den heutigen Preis mit 2010, nicht nur mit dem Spitzenwert des Vorjahres.
🚫 Mythos
Die Preise sind auf ein Niveau «gefallen», das immer noch 73% über 2010 liegt.
Ja, die Preise sanken von 32.1 Rp./kWh in 2024 auf 27.7 Rp./kWh in 2026, als Krisenverträge ausliefen. Aber 2010 lag der Median bei 16.0 Rp./kWh. Du zahlst fast doppelt so viel wie vor 16 Jahren — für denselben Strom.
+73%
Anstieg der Schweizer Haushaltsstrompreise von 2010 bis 2026 — trotz der jüngsten Rückgänge
Frage 4 von 5
Dein Vermieter kann dir rechtlich verbieten, einer Energiegemeinschaft beizutreten.
Schweizer Mietrecht vs. Energierecht — welches gilt hier?
🚫 Mythos
Dein Vermieter kontrolliert den Anbieter. Nicht deine Rechte.
Gemäss dem revidierten StromVG ist der Beitritt zu einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft als Konsument dein individuelles Recht als Mieter. Keine Vermieter-Zustimmung nötig. Keine Änderungen am Mietvertrag. Keine Umbauten am Gebäude erforderlich.
0
Änderungen an Mietverhältnis, Gebäude oder bestehendem Anbieter, um einer Upgrid-Gemeinschaft beizutreten
Frage 5 von 5
Österreich hat pro Kopf mehr Energiegemeinschaften als jedes andere Land in Europa.
Österreich hat sein Energy-Sharing-Gesetz 2021 verabschiedet — 5 Jahre vor der Schweiz.
✅ Fakt
6’000+ Gemeinschaften in 4 Jahren. Österreich ist die Blaupause.
Österreichs EAG, in Kraft seit 2021, war das erste vollständige Energiegemeinschafts-Gesetz in Europa. Bis Mitte 2025 existierten über 6’000 aktive Energiegemeinschaften. Der Anteil erneuerbarer Elektrizität erreichte 95% in 2024. Die Schweiz startet im Januar 2026 — mit dem Playbook bereits geschrieben.
6’000+
Energiegemeinschaften aktiv in Österreich bis Mitte 2025 — vier Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes
0/5
Guter Anfang — jetzt weisst du Bescheid 💡
Dein Versorger hat still darauf gezählt, dass du das nicht weisst.
Du bist nicht allein. Die meisten Leute kennen die 22 Rp. Lücke nicht — und auch nicht, dass du sie legal umgehen kannst. Genau das ändert Upgrid.
Energiegemeinschaft beitreten — kostenlos
Warum es wichtig ist
Das Argument für dezentrale Energie.
In 8 Fakten.
Die Mythen oben sind kein Zufall. Hier ist, was zentralisierte Energiesysteme verbergen — und was möglich wird, wenn Gemeinschaften die Kontrolle zurückgewinnen.
⚡
+73%
Schweizer Strompreise stiegen um 73% seit 2010 — auf der gleichen Infrastruktur
Das Netz wurde nicht 73% besser. Die Solarphysik hat sich nicht geändert. Was sich geändert hat, ist die Beschaffungsstrategie, Krisenverträge und eine Monopolstruktur ohne jeglichen Wettbewerbsdruck. Allein 2024 sprangen die Preise um 44% in einem einzigen Jahr — die Konsumenten zahlten für eine Krise, die bereits vorbei war.
🌍
6’000+
Energiegemeinschaften laufen bereits in Österreich — seit 2021
Österreich verabschiedete sein Energiegemeinschafts-Gesetz vier Jahre vor der Schweiz. Bis Mitte 2025 waren über 6’000 Gemeinschaften in Betrieb und 95% des österreichischen Stroms stammten aus erneuerbaren Quellen. Die Solarinstallation erreichte nationale Rekorde. Die Schweiz startet 2026 mit dem Playbook bereits geschrieben.
🏠
70%
70% der Schweizer mieten — und konnten bis jetzt ihre Stromrechnung nicht beeinflussen
Mieter konnten kein Solar installieren. Keinen Anbieter wechseln. Nicht verhandeln. Jahrzehntelang war die Energiewende eine Eigenheim-Geschichte. Das LEG-Gesetz ändert das komplett. Keine Installation, keine Vermieter-Zustimmung, kein Anbieterwechsel. Einfach anmelden.
💸
22 Rp.
22 Rappen abgeschöpft pro kWh — jede einzelne Einheit, jedes einzelne Jahr
Solarproduzenten erhalten ~6 Rp./kWh Einspeisevergütung. Versorger verkaufen denselben Strom für ~28 Rp./kWh. Die 22 Rp. Differenz sind keine Infrastrukturkosten. Es ist Marge auf einem gefangenen Markt. Lokale Energiegemeinschaften geben diese Lücke an die Menschen zurück, die den Strom tatsächlich produzieren und verbrauchen.
☀️
8 GW
Die Schweiz hat 8 GW installierte Solarleistung — das meiste fliesst immer noch an Versorger, nicht an Nachbarn
Bis Januar 2026 hatten Produzenten keinen rechtlichen Weg, Strom direkt an den Nachbarn nebenan zu verkaufen. Alles ging übers Netz zu 6 Rp./kWh. LEG bedeutet, dass Strom jetzt lokal bleiben kann — und sein Wert bei den Menschen bleibt, die ihn erzeugt haben.
🗺️
6×
Die teuerste Schweizer Gemeinde zahlt 6× so viel wie die günstigste
Zwischenbergen (VS): 9.5 Rp./kWh. Lützelflüh (BE): ~56 Rp./kWh. Gleiches Land, gleiches nationales Netz, gleiche Abgaben. Der Unterschied ist einzig, welches lokale Monopol dein Gebäude versorgt — eine Entscheidung, die du nie treffen durftest. Gemeinschaften reduzieren deine Abhängigkeit von diesem Monopol.
🔄
Schwungradeffekt
Mehr Produzenten → bessere Preise → mehr Produzenten. Der Zinseszinseffekt ist real.
Wenn Produzenten 15–25 Rp./kWh statt 6.8 Rp. verdienen, verändert sich der Investitionsfall für ein Dach komplett. Mehr Installationen bedeuten mehr Angebot. Mehr Angebot bedeutet tiefere Konsumentenpreise. Tiefere Preise ziehen mehr Mitglieder an. Mehr Mitglieder ziehen mehr Produzenten an. So ging Österreich von null auf 6’000 Gemeinschaften in vier Jahren.
🏛️
2026
Die Schweiz, Deutschland und Spanien aktivieren Energy Sharing in 2026. Österreich hat es seit 2021.
Die EU-Richtlinie für Energiegemeinschaften wurde 2019 verabschiedet. Frist: 2021. Österreich setzte sie sofort um. Deutschland brauchte bis November 2025. Spanien baut noch am Rahmenwerk. Die Schweiz — nicht einmal EU-Mitglied — verabschiedete ihre eigene Version freiwillig. Die Länder, die schnell handelten, veränderten ihre Energielandschaft. Die, die warteten, streiten sich immer noch über Distanzgrenzen.
Das Fenster, das jetzt offen ist, bleibt nicht ewig so weit offen.
Gemeinschaften, die sich heute bilden, haben bis 2027–2028 die grösste Angebotsbasis. Frühe Mitglieder sichern sich ihren Tarif am schnellsten.
Gemeinschaft in meiner Nähe finden
#Mythos vs Fakt#Strom-Quiz#Energiewende#Schweizer Strom#LEG-Gesetz 2026#Energiegemeinschaft
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