Schweizer Strom · Mythos vs. Fakt
5 Dinge, die Menschen glauben
über ihre Stromrechnung.
Wie viele davon stimmen wirklich?
Beantworte alle fünf unten — dann scroll weiter zu den Fakten, die wirklich zählen für die Energiewende.
Frage 1 von 5
Dein Stromanbieter kauft Solarstrom von Produzenten ungefähr zum gleichen Preis, den er dir berechnet.
Überleg dir, wo das Geld tatsächlich hinfliesst.
🚫 Mythos
Eingekauft für ~7 Rp. Die Energiekomponente allein: ~12 Rp.
Dein Versorger zahlt Solarproduzenten rund ~7 Rp./kWh Einspeisevergütung (BFE Referenzmarktpreis 2025). Die mediane Energiekomponente auf deiner Rechnung beträgt ~12 Rp./kWh (ElCom 2026). Die ~5 Rp. Energiemarge ist das, was lokale Energiegemeinschaften adressieren können. Die restlichen ~16 Rp. decken Netzgebühren (~10.75 Rp.) und Zuschläge/Abgaben (~4.84 Rp.), die unabhängig von der Quelle anfallen.
~5 Rp.
Energiemarge pro kWh zwischen Einspeisevergütung und Energiekomponente (ElCom 2026)
Frage 2 von 5
Man muss eigene Solarpanels besitzen, um in der Schweiz von Solarstrom zu profitieren.
Überleg dir, wer in Mehrfamilienhäusern tatsächlich Stromrechnungen bezahlt.
🚫 Mythos
Keine Panels. Keine Installation. Nicht mal annähernd.
Seit Januar 2026 erlaubt das Schweizer Gesetz Mietern und Wohnungseigentümern, einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) beizutreten und Solarstrom von einem nahegelegenen Produzenten zu beziehen — ohne etwas zu installieren, den Anbieter zu kündigen oder das Zuhause umzubauen. Du meldest dich einfach an. Lies unseren vollständigen Guide: Solarstrom als Mieter in der Schweiz 2026.
60%
Der Schweizer Haushalte sind Mieter — genau die Zielgruppe, für die das LEG 2026 geschaffen wurde
Frage 3 von 5
Die Schweizer Strompreise sind 2025 und 2026 gefallen, also ist das Energiekostenproblem praktisch gelöst.
Vergleich den heutigen Preis mit 2010, nicht nur mit dem Spitzenwert des Vorjahres.
🚫 Mythos
Die Preise sind auf ein Niveau «gefallen», das immer noch 73% über 2010 liegt.
Ja, die Preise sanken von 32.1 Rp./kWh in 2024 auf 27.7 Rp./kWh in 2026, als Krisenverträge ausliefen. Aber 2010 lag der Median bei 16.0 Rp./kWh. Du zahlst fast doppelt so viel wie vor 16 Jahren — für denselben Strom. Sieh dir die vollständige Analyse der Schweizer Strompreise 2026 an.
+73%
Anstieg der Schweizer Haushaltsstrompreise von 2010 bis 2026 — trotz der jüngsten Rückgänge
Frage 4 von 5
Dein Vermieter kann dir rechtlich verbieten, einer Energiegemeinschaft beizutreten.
Schweizer Mietrecht vs. Energierecht — welches gilt hier?
🚫 Mythos
Dein Vermieter kontrolliert den Anbieter. Nicht deine Rechte.
Gemäss dem revidierten StromVG ist der Beitritt zu einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft als Konsument dein individuelles Recht als Mieter. Keine Vermieter-Zustimmung nötig. Keine Änderungen am Mietvertrag. Keine Umbauten am Gebäude erforderlich.
0
Änderungen an Mietverhältnis, Gebäude oder bestehendem Anbieter, um einer Upgrid-Gemeinschaft beizutreten
Frage 5 von 5
Österreich hat pro Kopf mehr Energiegemeinschaften als jedes andere Land in Europa.
Österreich hat sein Energy-Sharing-Gesetz 2021 verabschiedet — 5 Jahre vor der Schweiz.
✅ Fakt
6’000+ Gemeinschaften in 4 Jahren. Österreich ist die Blaupause.
Österreichs EAG, in Kraft seit 2021, war das erste vollständige Energiegemeinschafts-Gesetz in Europa. Bis Mitte 2025 existierten über 6’000 aktive Energiegemeinschaften. Der Anteil erneuerbarer Elektrizität erreichte 90% in 2024. Die Schweiz startet im Januar 2026 — mit dem Playbook bereits geschrieben.
6’000+
Energiegemeinschaften aktiv in Österreich bis Mitte 2025 — vier Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes
0/5
Guter Anfang — jetzt weisst du Bescheid 💡
Dein Versorger hat still darauf gezählt, dass du das nicht weisst.
Du bist nicht allein. Die meisten Leute kennen die ~5 Rp. Energiemarge nicht — und auch nicht, dass sie diese über eine lokale Energiegemeinschaft adressieren können. Genau das ändert Upgrid.
Energiegemeinschaft beitreten — kostenlosWarum es wichtig ist
Das Argument für dezentrale Energie.
In 8 Fakten.
In 8 Fakten.
Die Mythen oben sind kein Zufall. Hier ist, was zentralisierte Energiesysteme verbergen — und was möglich wird, wenn Gemeinschaften die Kontrolle zurückgewinnen.
+73%
Schweizer Strompreise stiegen um 73% seit 2010 — auf der gleichen Infrastruktur
Das Netz wurde nicht 73% besser. Die Solarphysik hat sich nicht geändert. Was sich geändert hat, ist die Beschaffungsstrategie, Krisenverträge und eine Monopolstruktur ohne jeglichen Wettbewerbsdruck. Allein 2024 sprangen die Preise um 46% in einem einzigen Jahr — die Konsumenten zahlten für eine Krise, die bereits vorbei war.
6’000+
Energiegemeinschaften laufen bereits in Österreich — seit 2021
Österreich verabschiedete sein Energiegemeinschafts-Gesetz vier Jahre vor der Schweiz. Bis Mitte 2025 waren über 6’000 Gemeinschaften in Betrieb und 90% des österreichischen Stroms stammten aus erneuerbaren Quellen. Die Solarinstallation erreichte nationale Rekorde. Die Schweiz startet 2026 mit dem Playbook bereits geschrieben.
60%
60% der Schweizer mieten — und konnten bis jetzt ihre Stromrechnung nicht beeinflussen
Mieter konnten kein Solar installieren. Keinen Anbieter wechseln. Nicht verhandeln. Jahrzehntelang war die Energiewende eine Eigenheim-Geschichte. Das LEG-Gesetz ändert das komplett. Keine Installation, keine Vermieter-Zustimmung, kein Anbieterwechsel. Einfach anmelden. LEG, ZEV und vZEV im Vergleich.
~5 Rp.
~5 Rappen Energiemarge pro kWh — was Gemeinschaften adressieren können
Solarproduzenten erhalten ~7 Rp./kWh Einspeisevergütung. Die mediane Energiekomponente beträgt ~12 Rp./kWh (ElCom 2026). Die ~5 Rp. Energiemarge ist das, was lokale Energiegemeinschaften adressieren. Netzgebühren (~10.75 Rp.) und Zuschläge (~4.84 Rp.) decken Infrastruktur und fallen quellenunabhängig an. Lokale Energiegemeinschaften teilen die Energiemarge direkt zwischen Produzenten und Konsumenten.
8 GW
Die Schweiz hat 8 GW installierte Solarleistung — das meiste fliesst immer noch an Versorger, nicht an Nachbarn